17.10.25: Die Welt der Maya - Chichén Itzá und die Mayaschule
Unser Tag begann früh: Nach dem Frühstück im Hotel fuhren wir um 8:15 Uhr los. Unser erster Zwischenstopp war die uralte Ruinenstadt Chichén Itzá.
Überall auf dem Gelände gab es außerdem kleine Stände, an denen man bunte Souvenirs für sich selbst oder als Mitbringsel für die Familie kaufen konnte.
Später hatten wir eine halbe Stunde Zeit, das Gelände zu erkunden und uns bei den kleinen Ständen umzuschauen.
Es war beeindruckend, zwischen den alten Mauern zu stehen, die einst von den Tolteken erbaut wurden – dem gleichen Volk, das auch Teotihuacán errichtet hatte.
Um 10:30 Uhr starteten wir dann unsere Fahrt zur Maya-Schule. Die Hinfahrt dauerte etwa eine Stunde und 30 Minuten, sodass wir gegen 12:20 Uhr am Ziel ankamen. Nach unserer Ankunft gingen wir gemeinsam durch den Ort und sammelten uns schließlich vor der Kirche. Dort trafen wir auf die Schülerinnen und Schüler, mit denen wir uns zunächst unterhalten durften.
Ein besonders schöner Moment war der Austausch der mitgebrachten Geschenke – eine herzliche Geste, die sofort eine freundschaftliche Atmosphäre schuf. Anschließend wurden wir in die Casa del Maestro eingeladen, wo wir ein leckeres traditionelles Essen genießen durften.
Nach dem Essen lernten wir mehr über die faszinierende Kultur der Maya. Besonders eindrucksvoll war ihr Glaube an die Seelen der Verstorbenen, die einmal im Jahr – am Tag der Toten – ihre Familien besuchen. Die Maya glauben, dass die Seelen zur Milchstraße reisen und dann zurückkehren, um mit den Lebenden in Verbindung zu treten.
Wir erfuhren auch interessante Bedeutungen einiger Symbole:
* Ein Froschkopf symbolisiert den Regen von Fröschen – da nach Regenfällen viele Frösche aus dem Boden kommen, glaubte man früher, es habe Frösche geregnet.
* Der Frosch selbst steht für Geburt und Neubeginn.
* Eine Hieroglyphe, die uns gezeigt wurde, bedeutet „Ich will dich bei mir haben“.
Besonders spannend war die Frucht, aus der die Maya Tassen und Schmuck herstellen. Auf einigen Tassen ist der Maisgott abgebildet – eine wichtige Figur aus einem heiligen Buch der Maya. In einer Erzählung schneidet ein Bruder dem anderen den Kopf ab, doch dieser wird später als Schildkröte wiedergeboren – ein Symbol für Wiedergeburt und Kreislauf des Lebens.
Ein weiteres schönes Detail: Der Kolibri gilt bei den Maya als Botschafter der Vorfahren. Wenn man einen sieht, glauben sie, dass eine Nachricht der Ahnen überbracht wird.
Zum Abschluss des Besuchs brachten uns die Maya-Schüler ihre traditionelle Zahlenlehre bei, die mit Kästchen, Kreisen und Strichen dargestellt wird. Wir versuchten, die Zahlen nachzusprechen und übten gemeinsam.
Zum Abschied sagten wir sowohl auf Deutsch als auch in der indigenen Maya-Sprache „Tschüss“. Gegen 18 Uhr kamen wir wieder im Hotel an, wo wir den ereignisreichen Tag entspannt am Pool ausklingen ließen.
Priyanka und Charlotte
























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